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Wissen aus der Forschung eingesetzt in der Praxis

"Forschungsergebnisse können vielseitig und direkt nutzbar gemacht werden", fasst Kimmo Hilliaho zusammen. -"Immobilienbesitzer können mit Balkonverglasungen manche Fassadenrenovierungen um mehrere Jahre verschieben. Heizenergie wird gespart und die Verbrauchskosten verringern sich.

Architekten gestalten aus denselben Energiegründen halbwarme Räume zwischen Außen- und Innenbereich als Grünzonen. Ebenso begründet ist es, bei Renovierungsarbeiten zwecks Energieeinsparung, energiesparende Verglasungen einzusetzen.

Die Kenntnis des Käufers darüber, dass durch die Verglasung Energie gespart wird und die Gebäude geschont werden, schafft eine wirtschaftliche Grundlage für die Durchführung dieser Baumaßnahme.

Es gibt inzwischen genügend Forschungsergebnisse, die Planern und Genehmigungsbehörden vorgelegt werden können und die zeigen, dass durch die Zuluftführung über einen verglasten Balkon die größte Energieeinsparung erreicht wird."

Alles im allen eine rentable Investition

"Die neuen Forschungsergebnisse über die fünfprozentigen Energiespareffekte durch Balkonverglasungen haben nicht überrascht", stellt Professor Matti Pentti von der Technischen Universität Tampere fest. "Die Verglasung hält den Balkon einige Grad wärmer und dies wirkt sich auf die Innentemperaturen aus. Die Eliminierung der Windwirkung ist beachtlich. Auch der Schutz, den die Verglasungen für die Gebäude gewähren, war zu erwarten. Uns standen ja bereits die Untersuchungsergebnisse von Dr. techn. Jussi Mattila über Schutzwirkung der Verglasungen bei Betonbauten zur Verfügung.

Bei der Einschätzung der Rentabilität müssen auch die jährliche, längere Nutzbarkeit, der Nutzkomfort und der entstandene zusätzliche Raum berücksichtigt werden."

Die große Linie: ein Gesamtkonzept

"Es lohnt sich, die Suche nach besserer Energieeffizienz schon auf dem Arbeitstisch der Bebauungsplaner und der Architekten anzufangen", betont Matti Pentti. "Ideale Grundstücke werden so geplant, dass auf sie Häuser und Wohnungen gebaut werden können, bei denen die großen Fenster der Wohnzimmer nach Süden und die kleinen Fenster der Schlafräume in andere Himmelsrichtungen liegen. Man schützt sich so vor kaltem Nord- und Ostwind und lässt die Wintersonne die Wohnräume wärmen.

Die Fassaden sollten so geplant werden, dass die verglaste Fassade größere Flächen überdeckt. In letzter Zeit ist das etwas in Vergessenheit geraten. Der verglaste Balkon ist ein unbeheizter Raum und die Verglasung verwandelt ihn was die Baugenehmigung betrifft nicht zu einem Innenraum."

Bei den Energiesparmaßnahmen wird über bessere Isolationen, Sanitäranlagen, energiewirksame Haushaltsmaschinen, Energiesparlampen, Innentemperaturen der Wohnung, Belüftung usw. diskutiert. Wärmerückgewinnung, weiteres Thema, bedeutet dabei meistens der Einsatz umfangreicher technischer Systeme. Die Untersuchungsergebnisse zeigen deutlich, dass Außenräumlichkeiten, in denen die Sonne als Wärmequelle ausgenutzt wird, auch wirksame Wärmespeicher sind.